Ambulante Hilfen
Familienaktivierende Hilfen
Methoden & Konzepte
In diesem ersten Block stellen wir Ihnen die grundsätzliche Bedeutung der verschiedenen Methoden und Konzepte im Rahmen der Familienaktivierenden Hilfen vor.
Intensive Familienbetreuung Neunkirchen (IFB)
Verortung, Hausbeschreibung & Infrastruktur
Die Immobilie der Intensive Familienbetreuung befindet sich im Stadtteil Wiebelskirchen, Landkreis Neunkirchen. Die Innenstadt sowie der Hauptbahnhof sind über die öffentlichen Verkehrsmittel kurzfristig und gut zu erreichen. Somit finden sich Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, Kindergärten, Ärzte und vieles weitere in unmittelbarer Nähe.
Die Stiftung Hospital St. Wendel gGmbH hält 4 angemietete Wohnungen in einem 5 Familienhaus vor. Räumlich stehen eine 1-ZKB-Wohnung, zwei 2-ZKB und eine 3-ZKB-Wohnung zur Verfügung. Die Büroräume des Betreuungspersonals befinden sich im gleichen Haus im Untergeschoss. Es steht für die Familien ein kleiner Außenbereich hinter dem Haus zur Verfügung, mit Spielgeräten und Sitzmöglichkeit.
Projektbeschreibung & Ziele
Die intensive Familienbetreuung ist eine Hilfe für Mutter, Vater und Kind/er, beginnend mit einer 6-wöchigen Clearingphase und einer anschließenden intensiven Betreuungsphase. Zu Beginn der Maßnahme erfolgt die Auftragsklärung mit der Familie im Rahmen der Hilfeplanung durch das örtlich zuständige Jugendamt. Daraufhin startet die Clearingphase und in dieser Zeit lernen sich die Familie und Mitarbeitende kennen. Es werden Termine beim Jobcenter und anderen Behörden begleitet, der Umzug wird geplant bei umsetzbarer Prognose - zum Einzug und Start der intensiven Betreuungsphase - realisiert. Im Anschluss an die Maßnahme kann eine befristete und weiterhin ambulante Nachbetreuung der Familie erfolgen.
Die Maßnahme beinhaltet ein Betreuungsangebot von mindestens 20 Wochenstunden. Somit ist eine tägliche Präsenzzeit montags bis freitags umfänglich gewährleistet. Bei Bedarf können zusätzlich weitere Betreuungsleistungen eingeplant werden. Eine telefonische Rufbereitschaft ist im Fachleistungsstundensatz inkludiert und Besuche am Wochenende sind optional zu jedem Zeitpunkt möglich. Die Betreuung wird grundsätzlich von drei pädagogischen Fachkräften sichergestellt. Die Maßnahme ist in der Regel auf die Dauer von mindestens zwölf Monaten ausgelegt und kann je nach individuellem Bedarf längerfristig weitergeführt werden.
Zielgruppe
Unser Angebot richtet sich an:
- Eltern/ Elternteile, bei denen Unklarheit über die Intensität und die Form der nötigen Hilfe besteht
- Eltern/ Elternteile, bei denen es unklar ist, ob es eine gemeinsame Perspektive mit dem Kind/ den Kindern gibt
- Eltern/ Elternteile mit einem oder mehreren (Klein-)Kindern, die aus unterschiedlichen Gründen Orientierung und Unterstützung bei der Ausübung ihres Erziehungs- und Versorgungsauftrags benötigen.
Zusatzausbildungen im Team:
Familienaktivierungsmanagement (FAM u. FIH), Traumapädagogik, Systemische Beratung, Sonderpädagogische Inhalte und vielseitige Erfahrungen in der Begleitung frühkindlicher Entwicklung
Aufsuchende Intensive Familienberatung (AIFB)
Zielgruppe
Das Angebot richtet sich an Familien:
- bei denen es unklar ist, ob eine gemeinsame Perspektive mit dem Kind/den Kindern besteht, in denen Erziehungsfragen und Erziehungsstrategien sowie Grundhaltungen und Methoden vermittelt werden müssen
- bei denen eine Alltagsstrukturierung (Versorgung, regelmäßige Schulbesuche, Familienrituale, Sicherstellung des Lebensunterhalts, Verlässlichkeit im Alltag, usw…) fehlt
- mit Bindungsstörungen (ressourcenorientierte Bindungsgestaltung, Stabilisierung durch Marte Meo)
- bei denen ein positiver Ansatz von Ressourcen und entstehender positiver Entwicklung stabilisiert und reflektiert werden soll
- bei denen eine Paararbeit wichtig und sinnvoll ist.
Die aufsuchende und Intensive Familienbetreuung findet in der Regel im Tandem statt und die Mitarbeiter:innen sind Teil eines multidisziplinären Fachkräfteteams. Zu Beginn jeder AIFB-Maßnahme wird eine spezifisches Clearingphase von 6 Wochen und entsprechendem Bericht inklusive Empfehlung angeboten. Die Betreuung zu Randzeiten und auch teilweise an Wochenend- sowie Feiertagen ist im Rahmen des Stundenumfangs ebenfalls optional möglich. Zusätzliche besteht das Angebot der Rufbereitschaften innerhalb des Teams der ambulanten Hilfe im Landkreis Neunkirchen
Intensives Familientrainingsprogramm zur Vermeidung einer vollstationären Maßnahme
Zielgruppe
Familien, in denen die Unterbringung eines oder mehrerer Kinder im Raum steht
Arbeitsschwerpunkte
- Genogrammarbeit
- Klärung der Gesamtsituation der Familie und deren Auswirkungen auf jedes einzelne Familienmitglied
- Kontaktaufnahme mit dem erweiterten Familiensystem, Kita, Schule, Therapeuten und anderen Einrichtungen, die Kontakt zu Familienmitgliedern haben
- Systemische und behavioristische Diagnostik
- Lösungs- und ressourcenorientiertes Arbeiten
- Planung und Durchführung von Veränderungsprozessen und deren Einübung mit der Familie (Ziel- und Handlungsorientierung)
- Ausführung möglicher Kontrollaufträge des Jugendamtes
- Erarbeitung weiterer Unterstützungsoptionen
Besonderheiten
- Maßnahmendauer sechs Wochen mit 15 Stunden / Woche
- Beginn mit einem ausführlichen Erstgespräch. Erste Auswertung gemeinsam mit Familie und ASD nach sechs (drei) Wochen, Abschlussgespräch nach sechs Wochen. Es wird ein Abschlussbericht mit Empfehlungen für das weitere Vorgehen erstellt.
- Die Mitarbeiter:nnen verfügen, unabhängig von ihrer beruflichen Qualifikation, über eine Ausbildung in familienaktivierenden Methoden/FAM/FSP.
- Es finden interne Weiterbildungen statt.
- Kontrollberatung durch die Bereichsleitung alle zwei Wochen und nach Bedarf, zusätzlich kollegiale Beratung und Vertretung.
- Installation einer 24- Stunden Rufbereitschaft, 7 Tage / Woche.
Intensives Familien-Clearing zur Ermittlung von passgenauen Hilfen für Familien
Zielgruppe
Familien bei denen unklar ist, welche Unterstützung notwendig ist.
Familien, deren Bereitschaft für unterstützende Maßnahmen fehlt, bzw. nicht eingeschätzt werden kann.
Arbeitsschwerpunkte
- Transparentmachen der Fragestellungen und Planung des Clearingprozesses
- Genogrammarbeit
- Klärung der Gesamtsituation der Familie und deren Auswirkungen auf jedes einzelne Familienmitglied
- Kontaktaufnahme mit dem erweiterten Familiensystem, Kita, Schule, Therapeuten und anderen Einrichtungen, die Kontakt zu Familienmitgliedern haben
- Systemische und behavioristische Diagnostik
- Lösungs- und ressourcenorientiertes Arbeiten
- Umdeutung und Versuch erster Veränderungsprozesse und deren Einübung mit der Familie (Ziel- und Handlungsorientierung)
- Erarbeitung weiterer Unterstützungsoptionen
Besonderheiten
- Abarbeiten von Fragen, die durch den ASD des Jugendamtes und von den Familienmitgliedern im Erstgespräch formuliert wurden
- Maßnahmendauer vier Wochen, mit 15 Stunden / Woche
- Beginn mit einem ausführlichen Erstgespräch und dem Protokollieren der Fragestellungen. Erste Auswertung gemeinsam mit Familie und ASD nach zwei Wochen, Abschlussgespräch nach vier Wochen. Es liegt ein Abschlussbericht mit Empfehlungen für das weitere Vorgehen vor
- Alle MitarbeiterInnen verfügen, unabhängig von ihrer beruflichen Qualifikation, über eine Ausbildung in familienaktivierenden Methoden/FAM/FSP
- Es findet regelmäßig interne Weiterbildung statt
- Kontrollberatung durch die Bereichsleitung, zusätzlich Kollegiale Beratung und Vertretung
- Installation einer 24- Stunden Rufbereitschaft, 7 Tage / Woche
Ressourcenorientierte und flexible ambulante Hilfe für Familien im Rahmen der Jugendhilfe
Zielgruppe
Familien und Einzelpersonen
Arbeitsschwerpunkte
- Alles, was einem Veränderungsprozess oder der Stabilisierung eines erwünschten Zustandes dient, ist nach Absprache möglich
- Systemische und behavioristische Diagnostik
- Lösungs- und ressourcenorientiertes Arbeiten
- Planung und Durchführung von Veränderungsprozessen und deren Einübung mit der Familie (Ziel- und Handlungsorientierung)
- Ausführung möglicher Kontrollaufträge des Jugendamtes
- Vernetzung
Besonderheiten
- flexible Gestaltung bzgl. der Stundenzahl und Arbeitsaufträge
- Erste Dokumentation und gemeinsame Auswertung nach drei Monaten, danach alle sechs Monate
- Alle Mitarbeiter:nnen verfügen, unabhängig von ihrer beruflichen Qualifikation, über eine Ausbildung in familienaktivierenden Methoden/FAM/FSP
- Es finden regelmäßig interne Weiterbildungen statt
- Kontrollberatung durch die Bereichsleitung sowie kollegiale Beratung und Vertretung
- Installation einer 24- Stunden Rufbereitschaft, 7 Tage / Woche
Zielgruppe
Familien, die einen familientherapeutisches Angebot benötigen, um wieder handlungsfähig zu werden
Arbeitsschwerpunkte
- Generationenübergreifende Muster, Genogrammarbeit
- Tabuthemen
- Traumatische Erlebnisse
- Ressourcensuche
- Erweiterung der Handlungskompetenzen
- Skulpturarbeit
- Familienkonferenzen
- Vernetzung
Besonderheiten
- Erste Dokumentation und gemeinsame Auswertung nach drei Monaten, danach alle sechs Monate
- Die MitarbeiterInnen verfügen, unabhängig von ihrer beruflichen Qualifikation, über eine Ausbildung in familienaktivierenden Methoden/FAM/FSP und über eine Ausbildung in systemischer Familientherapie.
Es finden Weiterbildungen statt.
- Kontrollberatung durch die Bereichsleitung sowie kollegiale Beratung und Vertretung
- Installation einer 24- Stunden Rufbereitschaft, 7 Tage / Woche möglich
Unsere konkreten Angebote
Im Rahmen der Ambulanten Familienhilfe sind wir in den Bereichen St. Wendel, Neunkirchen und im Saarpfalz-Kreis unterwegs. Hier erfahren Sie ganz konkret, was wir in den einzelnen Projekten leisten und wer Ihre Ansprechpartnerinnen sind.
Im Team der Ambulanten Familienhilfe im Landkreis St Wendel arbeiten zurzeit 6 Mitarbeiter:innen in Voll- und Teilzeit. Der Arbeitsschwerpunkt liegt hier in der Durchführung von:
- FAM-Maßnahmen als Kriseninterventionsprogramm, die mit insgesamt 120 Fachleistungsstunden im Zeitraum von 6- 8 Wochen durchgeführt werden
- Clearing-Maßnahmen werden mit 10 h / Woche, je nach Bedarf zwischen 4 – 6 Wochen gegebenenfalls auch länger durchgeführt, und sollen hier Klärung hinsichtlich des Ist- Standes, wie auch der Perspektiventwicklung einer Familie dienen
- Weiterhin werden auch Flex – Maßnahmen ab 4h/ Woche angeboten.
- Weitere Angebote sind hier noch Pflegeelternberatung und begleitete Besuchskontakte
Die Mitarbeiter:innen verfügen über folgende Zusatzausbildungen:
- Familienaktivierungsmanagement (FAM)
- Familienaktivierungsmanagement im Heim (FiH)
- Traumapädagogik
- Systemische Beratung und Therapie
- Gestalttherapeutische Beratung
- Marte Meo Practitioner
- Sozialraum nach Lüttringhaus
Bereichsleitung
Isolde Kirsch
Tel.: 06851/8908-542
Mobil: 0151/2032-4947
Fax: 06851/8908-164
E-Mail: isolde.kirsch@stiftung-hospital.de
Im Team der „Ambulanten Familienaktivierenden Hilfen“ arbeiten derzeit 11 Mitarbeitende in Voll- und Teilzeit.
Die Abteilung führt folgende Maßnahmen durch:
- FAM-Maßnahmen (FamilienAktivierungsManagement) umfassen als Kriseninterventionsprogramm über einen Zeitraum von 6 Wochen, mit 15 Stunden/Woche sowie 24 Stunden Rufbereitschaft, 7 Tage/ Woche. Diese Maßnahme ist angezeigt, wenn bereits über eine Fremdunterbringung eines oder mehrerer Kinder nachgedacht wurde.
- FAM-Clearing Maßnahmen. Diese auf 4 bis max. 6 Wochen begrenzte, aber mit 15 Stunden/Woche intensive Maßnahme ermittelt gemeinsam mit der Familie und dem Umfeld der Kinder den möglichen Hilfebedarf und spricht im Abschlussbericht entsprechende Empfehlungen aus. Die Maßnahme beinhaltet eine 24-Stunden-Rufbereitschaft. Sie ist angezeigt, wenn es nur wenige oder widersprüchliche Informationen zum Familiensystem gibt und die Familie bislang wenig Kooperationsbereitschaft gezeigt hat.
- Flexible Hilfen/ FLEX-Maßnahmen sind sowohl was die Aufträge als auch die Arbeitsstunden/Woche anbelangt völlig flexibel. Es empfiehlt sich mit einer höheren Stundenzahl zu beginnen und diese sukzessive zu reduzieren. Abgerechnet werden nur die tatsächlich geleisteten Wochenstunden. Im Rahmen dieser Maßnahme kann eine 24 Stunden Rufbereitschaft, 7 Tage/ Woche vereinbart werden. Diese Maßnahme kann allen Familien angeboten werden. Haben Familien keine Problemsicht und keine eigenen Zielformulierungen, kann das Jugendamt Aufträge, auch Kontrollaufträge, im Sinne der gewünschten Veränderungen formulieren.
- Aufsuchende systemische Familientherapie für Familien, die ein familientherapeutisches Angebot benötigen, um wieder handlungsfähig zu werden und die bereit sind, sich generationenübergreifende Muster, Tabuthemen und traumatische Erlebnisse anzuschauen, um dadurch ihre Ressourcen und Handlungsmuster zu erweitern. Im Rahmen dieser Maßnahme kann eine 24 Stunden Rufbereitschaft, 7 Tage/Woche vereinbart werden.
- Pflegeelternberatung leistet allgemeine Erziehungsberatung unter der Berücksichtigung der besonderen Rollen im Familiensystem. Das Herkunftssystem kann in die Arbeit mit einbezogen werden, es kann Unterstützung bei der Entwicklung einer am Kindeswohl orientierten Besuchsregelung erfolgen, ebenso die Vermittlung bei Konflikten.
- Begleitete Umgangskontakte unterstützen hochstrittige, getrenntlebende Elternteile und psychisch kranke Elternteile im Kontakt mit ihren Kindern, sie können während Sorgerechtsauseinandersetzungen eingesetzt werden, ebenso bei Pflegekindern, die Kontakt zu ihren leiblichen Eltern aufbauen sollen und im Rahmen von Rückführungen.
Alle Mitarbeitenden der Abteilung verfügen über ein Fachhochschul- oder Hochschulstudium (Dipl.-Sozialarbeiter/Sozialpädagogen, Dipl.-Pädagogen, Dipl.-Psychologen) und diverse Zusatzausbildungen:
- Familienaktivierungsmanagement (FAM)
- Familienstabilisierungsprogramm (FSP)
- Familienaktivierungsmanagement im Heim (FiH)
- Trauma Pädagogik
- Systemische Beratung und Therapie
- Systemische Familientherapie
- Supervision
- Klientenzentrierte Gesprächsführung
- Antiaggressionstraining
- Marte Meo Practitioner / Marte Meo Therapeut
- Autorität durch Beziehung nach Haim Omar
Bereichsleitung
Nicole Adrian
Mobil: 0151/2032-4973
Fax: 06851/8908-164
E-Mail: nicole.adrian@stiftung-hospital.de
Im Team der Ambulanten Familienhilfen im Landkreis Neunkirchen arbeiten zurzeit 11 Mitarbeiter/-innen in Voll- und Teilzeit. Das Team setzt sich aus Mitarbeitenden der Flexiblen Hilfen, AIFB und IFB zusammen, die alle vom gemeinsamen Standort in Wiebelskirchen aus aufsuchend zur Verfügung stehen können.
Das Angebot der AIFB-Mitarbeitenden richtet sich an Familien:
- bei denen es unklar ist, ob eine gemeinsame Perspektive mit dem Kind/den Kindern besteht, in denen Erziehungsfragen und Erziehungsstrategien sowie Grundhaltungen und Methoden vermittelt werden müssen
- bei denen eine Alltagsstrukturierung (Versorgung, regelmäßige Schulbesuche, Familienrituale, Sicherstellung des Lebensunterhalts, Verlässlichkeit im Alltag, usw…) fehlt
- mit Bindungsstörungen (ressourcenorientierte Bindungsgestaltung, Stabilisierung durch Marte Meo)
- bei denen ein positiver Ansatz von Ressourcen und entstehender positiver Entwicklung stabilisiert und reflektiert werden soll
- bei denen eine Paararbeit wichtig und sinnvoll ist.
Der Arbeitsschwerpunkt der IFB-Mitarbeitenden liegt hier in der Durchführung von:
- Sensibilisierung für das Erkennen der Bedürfnisse des Kindes/der Kinder und situationsadäquates Darauf-Eingehen
- Erlernen der Fürsorge für das Kind/die Kinder (gesunde Ernährung, Pflege, med. Versorgung)
- Stärkung und Förderung einer positiven emotionalen Eltern-Kind-Beziehung; Förderung positiver Bindungserfahrungen
- Aufbau und Stärkung der Erziehungskompetenz
- Umsetzung eines geregelten Tagesablaufes
- Erlernen einer eigenständigen Haushaltsführung
- sinnvoller und planerischer Umgang mit Geld
- eigenständiger Umgang mit Ämtern und Behörden
- gegebenenfalls Unterstützung bei der Klärung der beruflichen Perspektive
- Vernetzung mit bestehenden Hilfe- und Unterstützungssystemen
- Überführung der stationären Familienbetreuung in ein ambulantes Setting mit Rückkehr in das ursprüngliche oder in ein neues Wohnumfeld
Der Arbeitsschwerpunkt der Flex-Mitarbeitenden liegt hier in der Durchführung von:
- Clearing-Maßnahmen. Diese werden mit 10 Stunden/ Woche, je nach Bedarf zwischen 4 bis 6 Wochen, gegebenenfalls auch länger durchgeführt. Die Maßnahmen sollen einer Klärung der aktuellen Situation sowie des Hilfebedarfs und der Perspektiventwicklung der Familie dienen.
- Flexiblen Hilfen (Durchführung ab 6 Stunden/ Woche)
- Anschlussmaßnahmen an vorherige AIFB- oder auch IFB-Hilfen im Sinne von „Hilfen aus einer Hand“
Die Mitarbeitenden verfügen über folgende Zusatzqualifikationen:
- Familienaktivierungsmanagement (FAM)
- Marte Meo Practitioner
- Traumafachberatung u. -pädagogik
- Anti-Aggressivitäts- u. Coolnesstraining
- Erlebnispädagogik
- Systemische Familientherapie
- Elternschule mit dem Ansatz „Starke Eltern/ Starke Kinder“
- Musikpädagogik und tiergestützte Pädagogik
Bereichsleitung
Carsten Zimmer
Tel.: 06851/8908-230
Mobil: 0151/2032-4963
Fax: 06851/8908-164
E-Mail: carsten.zimmer@stiftung-hospital.de
Pflegeelternberatung
Zielgruppe
Pflegeeltern, Pflegekinder und deren Herkunftssystem, Adoptivfamilien
Arbeitsschwerpunkte
- Allgemeine Erziehungsberatung unter der Berücksichtigung der besonderen Rollen
- Unterstützung in Konfliktsituationen
- Vermittlung traumapädagogischer Grundlagen
- Erarbeiten des Verstehens der besonderen Biografie eines Pflegekindes
- Unterstützung bei der Regelung von Besuchskontakten
- Beratung bzgl. der Akzeptanz des jeweils anderen Familien-Pflegefamiliensystems
- Unterstützung bei der Fokussierung auf das Wohl des Kindes
- Unabhängige Ansprechpartner:innen für die Pflegekinder
- Ggf. Vernetzung
Besonderheiten
- Flexible Gestaltung bzgl. Stundenzahl und Arbeitsaufträgen
- Das Herkunftssystem kann in die Arbeit mit einbezogen werden
- Erste Dokumentation und gemeinsame Auswertung nach drei Monaten, danach alle sechs Monate
- Die Mitarbeitenden verfügen, unabhängig von ihrer beruflichen Qualifikation, über eine Ausbildung in familienaktivierenden Methoden/FAM, Traumapädagogik, u.ä.
- Es findet regelmäßig interne Weiterbildung statt
- Kontrollberatung durch die Bereichsleitung sowie kollegiale Beratung und Vertretung
- Installation einer 24-Stunden Rufbereitschaft, 7 Tage/Woche möglich
- Enge Kooperation mit dem Pflegekinderwesen des Jugendamtes
Bereichsleitung
Bereichsleitung
Isolde Kirsch
Tel.: 06851/8908-542
Mobil: 0151/2032-4947
Fax: 06851/8908-164
E-Mail: isolde.kirsch@stiftung-hospital.de
Betreutes Wohnen für Jugendliche
Projektbeschreibung und Ziele
Das individuell gestaltete Betreuungsangebot zielt auf die Verselbstständigung und Eigenverantwortlichkeit des jungen Erwachsenen in seinem individuellen Lebensumfeld ab. Die Betreuung hat einen aufsuchenden Charakter und findet überwiegend in deren häuslichem Umfeld und Lebensalltag statt. Sie erfolgt durch sozialpädagogische Fachkräfte und richtet sich nach dem schulischen/beruflichen Alltag der jungen Menschen. Der zeitliche Rahmen sowie die inhaltliche Gestaltung orientieren sich an den im Hilfeplanverfahren festgelegten Ziele und dem Bedarf des jungen Menschen. Folgende Ziele stehen im Fokus:
- Erwerb von Alltagskompetenzen
- Entwicklung und Verfolgung realistischer Lebens- und Zukunftsperspektiven
- Sicherheit in Ämter- und Behördenangelegenheiten
- Unterstützung zur Integration in ein sicheres soziales Umfeld
- Hilfe zum Erlangen schulischer- und/oder beruflicher Kompetenzen
- Entwicklung von Fähigkeiten der Selbstregulation und Eigenmotivation
- Verantwortungsvoller Umgang mit dem neuen Freiraum mit dem Bewusstsein der Risiken (Überschuldung, Sucht, Gewalt, Sexualität…)
- Zusammenarbeit mit Jugendamt, Schule, Ausbildung- und Praktikumsbetrieben, Fördermaßnahmen und sonstigen Vernetzungsangeboten
Zielgruppe:
Das Angebot richtet sich an junge Menschen, die Unterstützung auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Wohnen bedürfen. Vorausgesetzt werden eine grundlegende Kooperationsbereitschaft und die Motivation aktiv an der neuen Lebensgestaltung mitzuarbeiten sowie eine Schul- und Berufsausbildung oder Berufstätigkeit zu verfolgen.
- Unsere Hilfen nach den §§ 34, 41 SGB VIII richten sich an junge Erwachsene und unbegleitete Asylsuchende, die zuvor innerhalb der Jugendhilfe in einer Wohngruppe, Pflegefamilie oder einer Wohngemeinschaft untergebracht waren
- sowie an Jugendliche und UmA für die eine Unterbringung in einer stationären Wohngruppe oder Wohngemeinschaft nicht sinnvoll erscheint, die aber ein Unterstützungsangebot benötigen und annehmen wollen.
Bereichsleitung
Anja Orfey
Tel.: 06851/8908-284
Mobil: 0151/2032-4913
Fax: 06851/8908-164
E-Mail: anja.orfey@stiftung-hospital.de

